Haus verkaufen: Preise, regionale Unterschiede und aktuelle Marktdaten in Österreich 2026
- Was kosten Häuser in Österreich?
- Der teuerste Bezirk ist fast zehnmal so teuer wie der günstigste
- Warum die Lage beim Hausverkauf entscheidend ist
- Kleine Häuser erzielen häufig höhere Quadratmeterpreise
- Wien und Tirol fallen aus dem klassischen Muster
- Kitzbühel ist Österreichs Extremmarkt
- Auch innerhalb Wiens sind die Unterschiede groß
- Haus verkaufen in Niederösterreich: Mödling und Waldviertel sind zwei unterschiedliche Märkte
- Haus verkaufen in Salzburg: Stadt und Land unterscheiden sich erheblich
- Angebotspreis ist nicht gleich Verkaufspreis
- Wie viel ist mein Haus wert?
- Wie viele Häuser werden in Österreich zur Miete angeboten?
- Was Eigentümer aus den Daten mitnehmen sollten
- Fazit: Beim Hausverkauf ist der lokale Markt wichtiger als der Österreich-Durchschnitt
- Methodik der Auswertung
- Häufig gestellte Fragen
Von 1.175 €/m² in Waidhofen an der Thaya bis über 11.000 €/m² in Kitzbühel: Beim Hausverkauf entscheidet vor allem der lokale Markt über den Preis.

Der Verkauf von Häusern ist eine schwierige und eher langwierige Angelegenheit. Während des Prozess stellt man sich oft die Frage: Was ist denn mein Haus Wert und wie verkaufe ich was, wo?
Eine pauschale Antwort darauf gibt es kaum. Unsere Auswertung von mehr als 20.000 zum Kauf angebotenen Häusern in Österreich zeigt, wie stark sich das Preisniveau zwischen Bundesländern, Bezirken und unterschiedlichen Hausgrößen unterscheidet.
Österreichweit liegt der Median der angebotenen Häuser bei rund 499.000 Euro beziehungsweise 3.504 Euro pro Quadratmeter. Hinter diesem Durchschnitt verbergen sich allerdings enorme regionale Unterschiede: Während Häuser in Teilen des Waldviertels für knapp über 1.000 Euro pro Quadratmeter angeboten werden, liegt das Preisniveau im Bezirk Kitzbühel bei mehr als 11.000 Euro pro Quadratmeter.
Für Eigentümer bedeutet das: Wer sein Haus verkaufen möchte, sollte sich nicht an österreichweiten Durchschnittswerten orientieren. Entscheidend sind vor allem Lage, Größe und der konkrete regionale Teilmarkt.
Was kosten Häuser in Österreich?
Für die Analyse wurden 20.258 aktive Hausinserate von insgesamt 1.185 unterschiedlichen Maklern bzw. Anbietern berücksichtigt.
Bundesland | Inserate | Median-Gesamtpreis | Median €/m² | Median-Fläche |
|---|---|---|---|---|
Österreich gesamt | 20.258 | 499.000 € | 3.504 € | 141 m² |
Tirol | 998 | 990.000 € | 6.011 € | 177 m² |
Wien | 2.670 | 799.900 € | 6.327 € | 132 m² |
Salzburg | 691 | 860.000 € | 5.226 € | 160 m² |
Vorarlberg | 346 | 695.179 € | 5.512 € | 130 m² |
Niederösterreich | 7.426 | 459.800 € | 3.325 € | 136 m² |
Kärnten | 1.114 | 459.000 € | 2.723 € | 165 m² |
Oberösterreich | 2.754 | 449.000 € | 3.000 € | 150 m² |
Steiermark | 2.266 | 385.000 € | 2.562 € | 150 m² |
Burgenland | 1.993 | 299.000 € | 2.346 € | 127 m² |
Quelle: Lystio-Analysebestand, 01.08.2025–01.08.2026. Angebotspreise, Median; keine tatsächlich erzielten Kaufpreise.
Tirol und Wien liegen an der Spitze
Beim Gesamtpreis ist Tirol das teuerste Bundesland der Analyse. Der Median eines angebotenen Hauses liegt hier bei rund 990.000 Euro.
Beim Quadratmeterpreis führt dagegen Wien mit 6.327 Euro pro Quadratmeter, knapp vor Tirol mit 6.011 Euro.
Auch Salzburg und Vorarlberg befinden sich deutlich über dem österreichischen Niveau.
Damit ergibt sich eine relativ klare Gruppe besonders hochpreisiger Märkte:
- Wien: 6.327 €/m²
- Tirol: 6.011 €/m²
- Vorarlberg: 5.512 €/m²
- Salzburg: 5.226 €/m²
In Niederösterreich liegt der Median dagegen bereits bei 3.325 Euro pro Quadratmeter. Oberösterreich kommt auf 3.000 Euro, Kärnten auf 2.723 Euro und die Steiermark auf 2.562 Euro.
Das niedrigste Preisniveau auf Bundeslandebene weist das Burgenland mit 2.346 Euro pro Quadratmeter auf.
Der österreichische Hausmarkt lässt sich damit grob in zwei Preiswelten teilen: Wien und die westlichen Bundesländer auf der einen Seite sowie große Teile des Ostens und Südens auf der anderen.
Der teuerste Bezirk ist fast zehnmal so teuer wie der günstigste
Noch wesentlich größer werden die Unterschiede, wenn nicht Bundesländer, sondern einzelne Bezirke miteinander verglichen werde3.504n.
Bundesland | Teuerster Bezirk | Günstigster Bezirk |
|---|---|---|
Burgenland | Eisenstadt – 3.394 €/m² (122) | Jennersdorf – 1.773 €/m² (93) |
Kärnten | Villach – 3.929 €/m² (48) | Hermagor – 1.844 €/m² (35) |
Niederösterreich | Mödling – 5.201 €/m² (630) | Waidhofen/Thaya – 1.175 €/m² (61) |
Oberösterreich | Linz – 4.241 €/m² (151) | Schärding – 2.079 €/m² (172) |
Salzburg | Salzburg Stadt – 7.772 €/m² (123) | Tamsweg – 2.993 €/m² (33) |
Steiermark | Graz – 3.728 €/m² (252) | Leoben – 1.456 €/m² (81) |
Tirol | Kitzbühel – 11.096 €/m² (363) | Lienz – 3.232 €/m² (32) |
Vorarlberg | Dornbirn – 5.731 €/m² (99) | Feldkirch – 5.265 €/m² (113) |
Wien | Döbling – 10.680 €/m² (228) | Rudolfsheim-Fünfhaus – 4.092 €/m² (9) |
Quelle: Lystio-Analysebestand, 01.08.2025–01.08.2026. Angebotspreise, Median; keine tatsächlich erzielten Kaufpreise. (In den klammern sieht man die Anzahl der Inserate)
Besonders auffällig ist die Spreizung zwischen Waidhofen an der Thaya und Kitzbühel. Im Bezirk Waidhofen an der Thaya liegt der Median bei rund 1.175 Euro pro Quadratmeter. Im Bezirk Kitzbühel sind es dagegen 11.096 Euro pro Quadratmeter.
Damit liegt das Preisniveau in Kitzbühel ungefähr beim 9,4-Fachen.
Eine einfache Aussage wie „Häuser in Österreich kosten rund 3.500 Euro pro Quadratmeter“ ist für die Bewertung einer einzelnen Immobilie daher nur eingeschränkt hilfreich.
Warum die Lage beim Hausverkauf entscheidend ist
Bei Wohnungen kann bereits die Stadt oder sogar der einzelne Bezirk erhebliche Preisunterschiede verursachen. Bei Häusern ist dieser Effekt häufig noch stärker.
Ein Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche kann rechnerisch bei einem Quadratmeterpreis von 1.500 Euro rund 225.000 Euro kosten.
Bei 5.000 Euro pro Quadratmeter wären es bereits 750.000 Euro.
Bei 10.000 Euro pro Quadratmeter läge der rechnerische Wert bei 1,5 Millionen Euro.
Natürlich kann man den Wert einer Immobilie nicht einfach aus Wohnfläche × durchschnittlichem Quadratmeterpreis bestimmen. Grundstücksgröße, Gebäudezustand, Mikrolage, Ausstattung, Baujahr und Entwicklungspotenzial spielen ebenfalls eine erhebliche Rolle. Das Beispiel zeigt jedoch, warum bereits wenige Kilometer einen großen Unterschied für den möglichen Verkaufspreis machen können.
Kleine Häuser erzielen häufig höhere Quadratmeterpreise
Neben der Lage hat auch die Wohnfläche einen klaren Zusammenhang mit dem Quadratmeterpreis.
Bundesland | ≤ 125 m² | >125–150 m² | >150 m² |
|---|---|---|---|
Österreich | 3.884 € (7.745) | 3.838 € (3.577) | 2.995 € (8.935) |
Burgenland | 2.554 € (981) | 2.231 € (263) | 2.135 € (749) |
Kärnten | 3.613 € (292) | 2.894 € (196) | 2.356 € (626) |
Niederösterreich | 3.646 € (3.059) | 3.573 € (1.307) | 2.865 € (3.059) |
Oberösterreich | 3.530 € (938) | 3.235 € (481) | 2.507 € (1.335) |
Salzburg | 6.112 € (182) | 4.769 € (140) | 4.972 € (369) |
Steiermark | 3.207 € (792) | 2.689 € (367) | 2.054 € (1.107) |
Tirol | 6.175 € (234) | 5.794 € (164) | 5.981 € (600) |
Vorarlberg | 6.102 € (146) | 5.302 € (81) | 3.943 € (119) |
Wien | 6.753 € (1.121) | 5.705 € (578) | 6.112 € (971) |
Quelle: Lystio-Analysebestand, 01.08.2025–01.08.2026. Angebotspreise, Median; keine tatsächlich erzielten Kaufpreise.
Österreichweit liegt der Median bei Häusern bis 125 Quadratmeter bei 3.884 Euro pro Quadratmeter. Bei Häusern über 150 Quadratmeter sinkt er auf lediglich 2.995 Euro. Das entspricht einem Unterschied von knapp 23 Prozent pro Quadratmeter.
Warum größere Häuser pro Quadratmeter häufig günstiger sind
Das ist zunächst überraschend, aber wirtschaftlich plausibel.
Ein Haus besitzt zahlreiche Bestandteile, deren Wert nicht proportional mit jedem zusätzlichen Quadratmeter steigt. Küche, Badezimmer, Haustechnik, Grundstück, Zufahrt und Anschlusskosten sind beispielsweise bereits vorhanden.
Zusätzliche Wohnfläche erhöht den Gesamtwert zwar weiterhin, aber häufig nicht im gleichen Verhältnis.
Deshalb kann ein 220-m²-Haus insgesamt wesentlich mehr kosten als ein 110-m²-Haus, gleichzeitig aber einen deutlich geringeren Preis pro Quadratmeter aufweisen.
Für Verkäufer ist dieser Unterschied wichtig: Der Quadratmeterpreis eines kleineren Hauses sollte nicht einfach auf ein wesentlich größeres Haus übertragen werden.
Wien und Tirol fallen aus dem klassischen Muster
Zwei Märkte zeigen allerdings eine interessante Besonderheit: Wien und Tirol.
Region | bis 125 m² | 125–150 m² | über 150 m² |
|---|---|---|---|
Wien | 6.753 €/m² | 5.705 €/m² | 6.112 €/m² |
Tirol | 6.175 €/m² | 5.794 €/m² | 5.981 €/m² |
Quelle: Lystio-Analysebestand, 01.08.2025–01.08.2026. Angebotspreise, Median; keine tatsächlich erzielten Kaufpreise.
Der Quadratmeterpreis steigt bei großen Häusern also wieder an. Eine plausible Erklärung ist die Zusammensetzung des Angebots: Gerade in besonders teuren Lagen befinden sich überdurchschnittlich viele große und hochwertige Immobilien. Ein großes Haus in Kitzbühel, Döbling oder vergleichbaren Premiumlagen gehört wirtschaftlich zu einem völlig anderen Marktsegment als ein großes Einfamilienhaus in einer durchschnittlichen ländlichen Lage. Deshalb sollte man den Zusammenhang nicht so interpretieren, dass zusätzliche Wohnfläche den Quadratmeterpreis automatisch erhöht. Wahrscheinlicher ist ein Lage- und Luxussegment-Effekt.
Kitzbühel ist Österreichs Extremmarkt
Besonders deutlich wird dieser Effekt in Tirol.
Mit einem Median von 11.096 Euro pro Quadratmeter weist der Bezirk Kitzbühel den höchsten Wert der analysierten Bezirke auf.
Der Wert liegt:
- rund 85 % über dem Tiroler Landesmedian,
- mehr als dreimal so hoch wie der österreichische Median und
- rund 9,4-mal so hoch wie in Waidhofen an der Thaya.
Damit ist Kitzbühel nicht einfach ein etwas teurerer österreichischer Hausmarkt, sondern ein eigenes hochpreisiges Immobiliensegment.
Wer dort ein Haus verkaufen möchte, sollte österreichweite Preisvergleiche deshalb besonders kritisch betrachten.
Auch innerhalb Wiens sind die Unterschiede groß
Wien wird häufig als homogener hochpreisiger Markt betrachtet. Bei Häusern zeigen die Daten jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den Bezirken.
In Döbling liegt der Median bei 10.680 Euro pro Quadratmeter.
Damit bewegt sich der 19. Bezirk beinahe auf dem Niveau von Kitzbühel.
Am anderen Ende der ausgewerteten Wiener Bezirke liegt Rudolfsheim-Fünfhaus bei rund 4.092 Euro pro Quadratmeter. Aufgrund der lediglich neun ausgewerteten Inserate sollte dieser Wert allerdings vorsichtiger interpretiert werden.
Gerade bei Bezirks- und Mikrolagenauswertungen gilt deshalb: Je kleiner die Stichprobe, desto stärker können einzelne ungewöhnliche Objekte den beobachteten Markt beeinflussen.
Haus verkaufen in Niederösterreich: Mödling und Waldviertel sind zwei unterschiedliche Märkte
Besonders anschaulich sind die regionalen Unterschiede in Niederösterreich. Mit 7.426 Hausinseraten besitzt Niederösterreich den größten Hausbestand innerhalb unserer Auswertung. Der Landesmedian liegt bei 3.325 Euro pro Quadratmeter. Dieser Wert sagt für eine konkrete Immobilie allerdings erstaunlich wenig aus. Im Bezirk Mödling liegt der Median bei 5.201 Euro pro Quadratmeter.
In Waidhofen an der Thaya sind es dagegen lediglich 1.175 Euro pro Quadratmeter. Der Quadratmeterpreis in Mödling ist damit mehr als viermal so hoch. Wer ein Haus in Niederösterreich verkaufen möchte, sollte den Landesdurchschnitt deshalb keinesfalls als direkte Bewertungsgrundlage verwenden.
Haus verkaufen in Salzburg: Stadt und Land unterscheiden sich erheblich
Ein ähnliches Muster zeigt Salzburg. Der Median des Bundeslandes liegt bei 5.226 Euro pro Quadratmeter.
In Salzburg Stadt erreicht der Median jedoch 7.772 Euro, während der Bezirk Tamsweg lediglich auf 2.993 Euro pro Quadratmeter kommt.
Zwischen beiden Märkten liegt damit ein Unterschied von fast 160 Prozent. Das Beispiel zeigt, warum Bundeslandstatistiken zwar einen guten ersten Überblick liefern, für die konkrete Preisfindung eines Hauses aber nur der Ausgangspunkt sein können.
Angebotspreis ist nicht gleich Verkaufspreis
Ein wichtiger Punkt bei der Interpretation dieser Daten: Die Analyse basiert auf Immobilieninseraten und deren Angebotspreisen. Ein Angebotspreis ist nicht automatisch jener Preis, zu dem eine Immobilie später tatsächlich verkauft wird. Ein Eigentümer kann beispielsweise 600.000 Euro verlangen, die Immobilie später aber für 560.000 Euro verkaufen. Umgekehrt sind bei besonders gefragten Immobilien auch Verkäufe nahe am Angebotspreis oder unter besonderen Umständen darüber möglich. Die Werte eignen sich deshalb insbesondere dazu, das aktuelle Preisniveau des öffentlich sichtbaren Angebotsmarktes zu vergleichen. Für eine konkrete Immobilienbewertung sollten zusätzlich vergleichbare Objekte, Zustand, Grundstück, Mikrolage sowie gegebenenfalls tatsächliche Transaktionsdaten berücksichtigt werden.
Wie viel ist mein Haus wert?
Wer sein Haus verkaufen möchte, sollte sich bei der Preisfindung schrittweise vom allgemeinen Markt zur konkreten Immobilie vorarbeiten.
Besonders relevant sind:
1. Bezirk und Mikrolage
Zwei Häuser im selben Bundesland können vollkommen unterschiedliche Werte besitzen. Selbst innerhalb eines Bezirks können Schulnähe, öffentliche Verkehrsanbindung, Aussicht oder Straßenlage erhebliche Unterschiede verursachen.
2. Wohnfläche
Unsere Daten zeigen deutlich, dass der Quadratmeterpreis mit zunehmender Hausgröße häufig sinkt.
3. Grundstücksgröße
Gerade bei Häusern ist der Grundstückswert häufig ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtwertes.
4. Zustand und Sanierungsbedarf
Dach, Fenster, Heizung, Dämmung, Elektrik oder Feuchtigkeit können den tatsächlich erzielbaren Verkaufspreis erheblich beeinflussen.
5. Baujahr und Energieeffizienz
Der energetische Zustand eines Hauses gewinnt für Käufer zunehmend an Bedeutung, insbesondere wenn größere Sanierungsmaßnahmen notwendig sind.
6. Vergleichbares aktuelles Angebot
Entscheidend ist nicht nur, wie hoch andere Verkäufer ihre Häuser inserieren, sondern welche vergleichbaren Alternativen Käufer aktuell haben.
Wie viele Häuser werden in Österreich zur Miete angeboten?
Der österreichische Häusermarkt ist klar vom Eigentumssegment geprägt.
Während mehr als 20.000 Häuser zum Kauf analysiert wurden, befanden sich lediglich 1.730 Häuser zur Miete im untersuchten Bestand.
Davon entfielen:
Bundesland | Häuser zur Miete |
|---|---|
Niederösterreich | 751 |
Wien | 332 |
Burgenland | 225 |
Steiermark | 147 |
Oberösterreich | 130 |
Übrige Bundesländer | 145 |
Österreich gesamt | 1.730 |
Quelle: Lystio-Analysebestand, 01.08.2025–01.08.2026. Angebotspreise, Median; keine tatsächlich erzielten Kaufpreise.
Fast 43 % des gesamten Mietangebots an Häusern entfällt damit allein auf Niederösterreich. Für die Preisstatistik wurden Mietobjekte nicht weiter ausgewertet. Die Zahlen dienen ausschließlich zur Einordnung des verfügbaren Angebots.
Was Eigentümer aus den Daten mitnehmen sollten
Die wichtigste Erkenntnis der Analyse ist nicht, dass ein österreichisches Haus durchschnittlich rund eine halbe Million Euro kostet. Entscheidender ist, wie wenig aussagekräftig dieser österreichweite Wert für ein einzelnes Haus sein kann. Zwischen dem günstigsten und teuersten ausgewerteten Bezirk liegt beim Quadratmeterpreis nahezu der Faktor zehn. Gleichzeitig verändert die Hausgröße die Preisstruktur deutlich. Große Häuser erzielen in den meisten Regionen niedrigere Quadratmeterpreise als kleinere Häuser. In hochpreisigen Märkten wie Wien und Tirol wird dieser Zusammenhang wiederum durch Premium- und Luxusimmobilien teilweise aufgehoben.
Wer ein Haus verkaufen möchte, sollte deshalb drei Ebenen unterscheiden:
Österreich → Bundesland → Bezirk und konkrete Mikrolage.
Erst danach sollten Größe, Grundstück, Zustand und Ausstattung berücksichtigt werden.
Fazit: Beim Hausverkauf ist der lokale Markt wichtiger als der Österreich-Durchschnitt
Österreichweit liegt der Median der analysierten Häuser bei 499.000 Euro beziehungsweise 3.504 Euro pro Quadratmeter. Dieser Wert allein hilft bei der Bewertung einer Immobilie allerdings nur begrenzt. Ein Haus im Bezirk Waidhofen an der Thaya befindet sich wirtschaftlich in einem vollkommen anderen Markt als ein Haus in Mödling, Döbling oder Kitzbühel.
Wer sein Haus in Österreich verkaufen möchte, sollte den Preis daher nicht aus einem österreichweiten Quadratmeterwert ableiten. Sinnvoller ist eine möglichst lokale Analyse vergleichbarer Häuser und ihrer Eigenschaften.
Gerade ein falsch angesetzter Angebotspreis kann den Verkaufsprozess erschweren: Ein zu hoher Preis reduziert den Kreis potenzieller Käufer, während ein zu niedriger Preis dazu führen kann, dass Eigentümer Verkaufspotenzial verschenken.
Haus verkaufen und passenden Makler finden
Wer sein Haus verkaufen möchte und bei Bewertung, Vermarktung oder Verkaufsstrategie Unterstützung benötigt, kann über Lystio einen passenden Immobilienmakler für den Verkauf finden.
Durch die Kombination aus aktuellen Marktdaten und lokaler Expertise lässt sich deutlich besser einschätzen, welche Preispositionierung für die jeweilige Immobilie sinnvoll ist.
Methodik der Auswertung
Die Auswertung umfasst 20.258 zum Kauf angebotene Häuser in Österreich. Für die Darstellung werden Medianwerte verwendet. Der Median beschreibt den mittleren Wert einer Verteilung und reagiert weniger empfindlich auf einzelne extrem hochpreisige Immobilien als ein arithmetischer Durchschnitt. Die Bezirksanalyse umfasst 117 Bezirks-Cluster, von denen 109 aufgrund der vorhandenen Datenbasis ausgewertet wurden. Bei den dargestellten Preisen handelt es sich um Angebotspreise aus Immobilieninseraten und nicht um grundbücherlich erfasste tatsächliche Verkaufspreise.Die Bundeslandwerte für Gesamtpreis, Wohnfläche und Quadratmeterpreis wurden auf Grundlage des zugrunde liegenden Analysedatensatzes aggregiert. Die Bezirkswerte stammen aus der regionalen Häuser-Kauf-Auswertung.
Häufig gestellte Fragen
Der Median der analysierten Hausangebote in Österreich liegt bei rund 499.000 Euro beziehungsweise 3.504 Euro pro Quadratmeter. Der tatsächliche Wert eines Hauses hängt jedoch stark von Lage, Größe, Grundstück, Zustand und Ausstattung ab.
Für eine realistische Einschätzung sollten vor allem Bezirk und Mikrolage, Wohnfläche, Grundstücksgröße, Zustand, Baujahr, Energieeffizienz und vergleichbare Immobilienangebote berücksichtigt werden. Ein österreichweiter Quadratmeterpreis allein reicht für eine seriöse Bewertung nicht aus.
Nein. Die ausgewerteten Daten beziehen sich auf Angebotspreise aus Immobilieninseraten. Der tatsächlich erzielte Verkaufspreis kann darunter oder in manchen Fällen auch nahe am Angebotspreis liegen. Für eine konkrete Bewertung sollten deshalb zusätzlich lokale Vergleichsobjekte und weitere Eigenschaften der Immobilie berücksichtigt werden.



